Mit KI gesteuerten Robotern, die individuelle Entwicklung unserer Kleinsten auf ein neues Level bringen.
Jonathan Berneburg
KIs sind schon ein großen Werkzeug von Studierenden und kann auch in der Erziehung von Kindern hilfreich sein. Um dies zu ermöglichen können humanoide KI-Roboter eingesetzt werden um Kindern ein möglichst natürliches Lernen bieten zu können. Und dort kommt Alva, ein menschenähnlicher Roboter mit hoher emotionalen Intelligenz ins Spiel.
Alva ist ein Roboter, der unteranderem auch für den Umgang mit sprachbehinderten Kindern entwickelt wurde und verschiedene fortschrittliche Technologien integriert. Durch Eye-Tracking kann Alva die Aufmerksamkeit und visuelle Verarbeitung der Kinder überwachen, indem Fixationen, Sakkaden, Pupillometrie und Blickverläufe analysiert werden. Dies ermöglicht der KI, in Echtzeit zu erkennen, was das Kind interessiert und womit es sich länger beschäftigt. Mikrofone und Lautsprecher sind integriert, um Geräusche wahrzunehmen und selbst zu erzeugen, was eine interaktive Kommunikation ermöglicht. Eine ausgewählte Datenbank stellt kindgerechtes Wissen zur Verfügung, einschließlich Literatur aus Quellen wie KiLiMM(Datenbank zur Kinder- und Jugendliteraturforschung und -didaktik sowie zur Medienforschung und Mediendidaktik). Darüber hinaus verwendet Alva ein großes Sprachmodell (LLM), um die Sprache des Kindes zu analysieren und eigene Sprache zu generieren, wodurch Konversationen in Verbindung mit der Datenbank, Mikrofon und Lautsprechern geführt werden können.
KI-Roboter, wie Alva bieten ein enormes Potenzial für die frühkindliche Erziehung. Diese Roboter können menschliche Mimik und Gestik nachahmen, was die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zieht und ihre Lernbereitschaft steigert. In Vorschulen werden sie bereits genutzt, um die Entwicklung von mathematischen, sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten zu unterstützen. Dank der hohen Empathie der KI können Kinder ohne Angst vor Fehlern lernen, da sie wissen, dass sie unbeurteilt bleiben. Die Vielfalt an Lern- und Spielmöglichkeiten wird erweitert, was die Kreativität der Kinder fördert und ihre individuelle Förderung ermöglicht. Durch die Interaktion mit humanoiden Robotern werden soziale und motorische Fähigkeiten geschult. Insgesamt können KI-Roboter die frühkindliche Erziehung bereichern und den Weg für eine umfassende Entwicklung der Kinder ebnen.
Wie in den Videos zu sehen, können KI-unterstützte Roboter sowohl menschliche Gestik und Mimik darstellen als auch sportliche Aktivitäten und feinmotorische Arbeiten erledigen. Roboter wie Atlas imitieren präzise menschenähnliche Bewegungen, einschließlich Balanceakten und komplexen Sportübungen wie Parkour und Rückwärtssaltos. Zusätzlich demonstrieren sie beeindruckende sportliche Fähigkeiten, die ihre Beweglichkeit und Stabilität unterstreichen. Die Kombination dieser Fähigkeiten kann eine solide Grundlage für die Entwicklung von Alva, dem Erziehungsroboter, bieten. Alva könnte sich sicher im Klassenzimmer und auf dem Spielplatz bewegen, mit Kindern interagieren und personalisierte Lern- und Spielaktivitäten auf höchstem Niveau durchführen, was die frühkindliche Erziehung revolutionieren könnte.
Der Einsatz von KI und Robotern in der frühkindlichen Erziehung wirft mehrere Bedenken auf. Datenschutz und Sicherheit sind große Sorgen, da die Sammlung und Speicherung von Daten über Kinder missbraucht oder unbefugt genutzt werden könnten. Es besteht auch die Befürchtung, dass übermäßige Überwachung die Privatsphäre der Kinder beeinträchtigen könnte. Ein weiteres Problem ist die mögliche Beeinträchtigung der sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder, da menschliche Interaktionen durch Roboter ersetzt werden könnten, was zu einer geringeren Fähigkeit führen könnte, gesunde Beziehungen zu echten Menschen aufzubauen. Zudem besteht das Risiko, dass Kinder zu abhängig von Robotern werden und wichtige Fähigkeiten wie Problemlösung und Kreativität nicht ausreichend entwickeln. Ethische Fragen und die Qualität der Erziehung sind ebenfalls relevant, da die Verantwortung für die Entscheidungen der KI und die pädagogische Qualität der vermittelten Inhalte kritisch betrachtet werden müssen. Insgesamt muss der Einsatz von KI und Robotern in der Erziehung sorgfältig geplant und überwacht werden, um negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder zu vermeiden. Aber man muss sich keine Sorgen machen, dass Roboter unsere Kinder zu Marionetten heranziehen.
OpenAI. ChatGPT 4o, DALL-E (Version 3) (https://chatgpt.com/) für
Bildgenerierung und Textbearbeitung
Kindergartens International Institution Blog, AI in Early Childhood
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https://blog.kindergartens-international.com/ai-in-early-childhood-education/
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Jiahong Su, Computers and Education: Artificial Intelligence, Artificial
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https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2666920X22000273
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Semesterergebnisse der Seminare »KI & Ethik« und »Neue KI-gestützte Arbeits- und Organisationsformen« der Masterstudiengänge im Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Kiel